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Wirksame Überschriften für deine Website: So geht’s!

Inhalt

Überschriften auf deiner Website funktionieren anders als auf deinem Blog oder auf Social Media. Erfahre, wie du die Aufmerksamkeit deiner Leser*innen gewinnst.

Es gibt dutzende Artikel im Netz zum Thema Überschriften. Aber es gibt so gut wie keinen Artikel zum Thema Überschriften für Websites. Dieser Blogbeitrag soll das ändern.

Denn was für Überschriften auf deinem Blog oder Social Media gilt, ist für deine Website nicht unbedingt brauchbar. Eine Überschrift ist immer ein Versprechen, so der allgemeine Tenor.

Warum Überschriften für deine Website anders funktionieren

Nehmen wir als Beispiel deine Angebotsseite: Natürlich gibst du hier ein Versprechen in deiner Überschrift. Bei mir sind es selbst geschriebene Website-Texte, die Leser*innen begeistern und in Kund*innen verwandeln. Aber, machen wir uns nichts vor: Dieses Versprechen löst nicht mein Text ein, sondern ich als Person und zwar wenn Leser*innen meine Dienstleistung buchen.

Insofern, um dir vielleicht ein besseres Gefühl für Website-Überschriften zu geben: Es geht hier vor allem um Informationen. Deine Leser*innen sind zum Beispiel durch eine Suchanfrage auf deiner Seite gelandet und wollen jetzt mehr erfahren, weil sie dein Produkt oder deine Dienstleistung benötigen. Deine Headline gibt also sofort die nötigen Informationen, ob deine Leser*innen hier richtig sind.

Gleichzeitig sortierst du hier aus: Nämlich diejenigen Leser*innen, für die dein Angebot überhaupt nicht relevant ist. Die Überschriften auf deiner Websites sorgen also im Idealfall für eine Win-win-Situation.

1. Grundlegende Tipps für deine Website-Überschriften

Wie kriegst du jetzt die Aufmerksamkeit deiner Leser*innen? Ganz einfach: Es geht immer um einen konkreten Nutzen, einen Wunsch oder ein Problem, das deine Zielgruppe beschäftigt. Mach dir eine Liste, wenn du das noch nicht gemacht hast: Schreibe alle Vorteile und auch Pain Points auf. Befrage deine bisherigen Kund*innen.

Und dann bist du bestens ausgerüstet für aussagekräftige Headlines. Beachtest du noch die folgenden Punkte, kann es auch schon losgehen:

  1. Sprich deine Leser*innen persönlich an
  2. Verwende Keywords (je Unterseite nur 1 Keyword)
  3. Sei konkret und komm direkt zum Punkt (mein Tipp: Frage dich, ob deine Leser*innen sich darunter etwas vorstellen können)

Und der Bonus-Punkt: Streue Power-Wörter in deine Überschrift.

Zum Beispiel: Einfach, endlich, kostenlos, unbedingt, wirklich, profitieren, sparen, effektiv, professionell, mehr, exklusiv, schnell, erfolgreich, nie wieder, bemerkenswert, clever, automatisch, außergewöhnlich.

Verwende aber nur diejenigen Wörter, die auch wirklich zu dir und deiner Zielgruppe passen. Profitieren ist vielleicht nicht unbedingt das richtige Wort, wenn du zum Beispiel Life Coach oder Fotografin bist. Hier passt wahrscheinlich das Wort professionell.

Diese Punkte müssen aber nicht immer alle erfüllt sein: Texte funktionieren nicht nach einem Baukastensystem. Es geht darum, dass deine Leser*innen mit deinen Texten in Resonanz gehen, insofern scheue dich nicht hier Abstriche zu machen.

2. Was du in deinen Website-Überschriften auf keinen Fall tun solltest

Es gibt ein paar typische Fehler, die mir bei meinen Website-Checks immer wieder über den Weg laufen. Here we go:

  • Keine kreativen Wortspiele

    Du weißt nie, ob deine Leser*innen diese verstehen. Humor ist etwas sehr Subjektives. Und das sind zugleich sehr gute Neuigkeiten für dich: Du musst deine Zielgruppe nur gut kennen und deren Wünsche benennen. Ganz ehrlich: Das ist der ganze Hokuspokus.
  • Verzichte auf Zitate und Floskeln

    Auch hier: Das versteht nicht jede*r. Wir alle interpretieren ein Zitat anders. Das Problem ist auch: Ein Zitat ist nicht spezifisch und hat meistens keinen Mehrwert. Wenn es austauschbar ist und auf jeder anderen Seite stehen könnte, lass es lieber. Meine Lieblingsfrage: Was ist das Ziel mit deinem Zitat? Hübsch aussehen, ist nicht zielführend. Leser*innen wollen Inhalte, keine Dekoration.
  • Nenne nicht einfach nur plump deinen Namen (und Beruf)

    Gerade dein Name hat absolut nichts in einer Überschrift zu suchen. Ganz ehrlich, ich denke mir jedes Mal: Da hat wohl jemand ein dringendes Bedürfnis nach Aufmerksamkeit. Niemand interessiert sich für deinen Namen. An erster Stelle steht immer deine Zielgruppe, nicht du. Jemand, der oder die so egozentriert ist, gewinnt definitiv nicht mein Herz.

  • Bitte kein allgemeines Blabla

    Zum Beispiel: „Wie kann ich dir weiterhelfen?“

    Bitte keine inhaltslosen Fragen, wo ich mich als Leserin auf die Suche nach einer Antwort machen muss. Mehr dazu findest du in meinem Blogbeitrag über die 10 häufigsten Website-Fehler.

    Ein anderes Beispiel: „Das erwartet dich in meinem Coaching“

    Darunter kann ich mir als Leserin absolut nichts vorstellen und es motiviert mich auch nicht den Text weiterzulesen. Im nächsten Punkt erfährst du, wie du daraus eine ansprechende Headline machst.

 

Sinnbild für Überschriften für Website

 

3. Mein Geheimtipp: Doppelpunkt-Überschriften und eine doppelte Portion Vorteile

Zuerst einmal: Verwandeln wir das allgemeine Coaching in ein konkretes Textcoaching. Das könnte zum Beispiel mein Keyword sein. Und der Trick ist jetzt: Setze das Keyword an den Anfang, mach einen Doppelpunkt und beschreibe den Nutzen für deine Zielgruppe.

Also: „Textcoaching: Als Expert*in sichtbar werden und Kund*innen gewinnen.“

Ein weiterer Trick: Ich benenne hier gleich zwei Vorteile. Doppelt ist einfach besser, weil doppelte Wirkung.

Der Keyword-Tipp eignet sich vor allem für deine Angebotsseite. Viele platzieren hier als Headline einfach nur das Keyword bzw. die Keyword Phrase (meine lautet zum Beispiel: „Website-Texte schreiben“). Das ist zwar sinnvoll für die Suchmaschinenoptimierung, aber triggert deine Leser*innen emotional gleich null. Gib deinen Leser*innen ein gutes Gefühl und beschreibe, was sie durch dein Angebot erreichen.


4. Die Überschriften auf deiner Startseite: Beispiel anhand der Customer Journey

Die Customer Journey beschreibt die fünf Phasen, die deine Kund*innen durchlaufen bevor sie eine Kaufentscheidung treffen. Vielleicht hast du schon einmal davon gehört. Dieses Modell ist viel komplexer und geht weit über eine Website hinaus.

Aber: Die ersten drei Phasen der Customer Journey lassen sich sehr gut auf der Startseite anwenden. Deine Überschriften bieten eine Lösung für das Problem deiner Zielgruppe.

1. Phase: Awareness

In der ersten Phase weckst du Interesse für dein Produkt oder deine Dienstleistung. Leider sehe ich bei meinen Website-Checks immer wieder das Gegenteil davon: Leser*innen werden sofort vom Angebot überfallen.

Aber: Stell dir vor, du gehst in ein Geschäft und der Verkäufer kommt direkt auf dich zugerannt und textet dich zu. Wahrscheinlich sagt dir dein Bauchgefühl in diesem Moment: Abhauen, sofort!

Das machen die meisten dann zwar nicht, weil sie nicht unhöflich sein möchten. Aber auf deiner Website ist ihnen das herzlich egal. Ein Klick und ciao Kakao!

Deswegen passt die Customer Journey so gut: Du machst hier erst einmal neugierig. Und zwar indem du die Vorteile beschreibst und nicht nur einfach das Angebot an sich. Das überzeugt nämlich die wenigsten, schließlich bist du wahrscheinlich nicht die einzige oder der einzige mit diesem Angebot.

Deine Startseite beginnt in der Regel mit einer Headline und bei Bedarf einer Subline.

Nehmen wir meine Startseite als Beispiel. Los geht es mit:

Worum geht es: Website-Texte

Was kriege ich: Wow-Website

Wie schnell kann ich das haben: 4 Wochen

(Achtung, mittlerweile habe ich einen neuen Slogan!)

Vielleicht noch zwei interessante Hinweise: Wow ist Umgangssprache. Ich will mich nämlich nicht klug ausdrücken, sondern ein Gespräch mit meinen Leser*innen führen und „wow“ ist emotional. Zweitens spreche ich meine Leser*innen an, hier mit einem Possessivpronomen: „deinen“.

Es ist ein einziger Satz, der aber auf den Punkt bringt, worum es geht und was meine Zielgruppe davon hat. Ich überfordere hier nicht: Weniger ist zum Einstieg definitiv mehr! Und ganz ehrlich: Ich habe hier keine abgefahrene Texter-Künste walten lassen. Wozu auch? Das interessiert meine Zielgruppe überhaupt nicht.

2. Phase: Favorability

Jetzt befinden wir uns in der zweiten Phase und es gilt das Interesse zu verstärken. Auf der Startseite folgt jetzt der nächste Sinnabschnitt: Die Einleitung.

Hier meine zweite Überschrift auf der Startseite:

„Online sichtbar werden und selbstsicher werden:
Mit deinen selbst geschriebenen Website-Texten“

Ja, du hast recht, diese Überschrift ist sehr lang (deswegen 2 Zeilen). Und deswegen zeige ich dir dieses Beispiel: Gehe lieber nach deiner Zielgruppe, nicht nach starren Regeln. Grundsätzlich würde ich aber solch eine lange Überschrift nicht unbedingt als h1 (Hauptüberschrift) wählen, weil es sonst passieren könnte, dass sie in der Suchmaschine abgeschnitten angezeigt wird.

Nach dem Website-Wow, dem größten Wunsch meiner Zielgruppe, nenne ich hier weitere wichtige Wünsche: Wieder benenne ich hier gleich zwei Vorteile und werde jetzt konkreter.

Denn, wenn die meisten etwas im Online-Marketing anbieten, dann definitiv Sichtbarkeit. Mit der Selbstsicherheit jedoch hebe ich mich von der Konkurrenz ab. Jemand, der oder die ein Textcoaching bei mir bucht, will natürlich schreiben können, aber vor allem auch Selbstsicherheit darin gewinnen.

Die Frage lautet immer: Was ist der Vorteil hinter dem Vorteil? Klar, alle wollen eine tolle Website, aber dahinter steckt natürlich noch viel mehr.

Die zweite Zeile der Überschrift macht noch einmal klar, worum genau es bei meinem Angebot geht. Ohne diese Ergänzung wäre das für Leser*innen nicht sofort ersichtlich.

Während die erste Überschrift vorhin Interesse geweckt hat, haben wir dieses hier noch einmal vertieft.

3. Phase: Consideration

In der Customer Journey zieht die Kundin jetzt den Kauf in Betracht. Auf deiner Startseite ist es ähnlich: Die Ideal-Kundin ist angefixt und will mehr über dein konkretes Angebot erfahren, das ihr womöglich das Leben erleichtert.

Ganz oft sehe ich hier als Überschrift so etwas wie „Mein Angebot“ oder „Wie ich dir weiterhelfen kann“. Das Problem:

  1. Beide Beispiele sind ego- und nicht nutzer-zentriert
  2. Beide Aussagen sind weit von konkret entfernt und versprühen nicht den geringsten Charme, der mich emotional zum Weiterlesen verleitet

Hier mein Beispiel, die dritte Headline auf meiner Startseite:

„Dein Weg zu Website-Texten, die verkaufen“

Und als Untertitel ein Zitat von Kurt Tucholsky:

“Wer auf andere Leute wirken will, der muss erst einmal in ihrer Sprache mit ihnen reden.”

Wenn du jetzt sagst: Miriam, du verwendest hier aber selbst ein Zitat, von dem du oben abgeraten hast. Stimmt! Das dient mir hier allerdings nur als Ergänzung bzw. Subline, nicht als alleinige Überschrift.

Und es ist sogar ein (spezifisches) Zitat, über das man nachdenken muss. Aber ich habe auch eine Wunschzielgruppe, die einen gewissen Anspruch hat und deswegen gehe ich dieses Wagnis ein. Und auch dieser „Regelbruch“ zeigt, wie wichtig es ist, nicht nach links und rechts zu schauen, sondern in erster Linie auf die Zielgruppe.

Deswegen: Alles, was ich hier schreibe, sind Hinweise und Möglichkeiten. Ich halte nichts von einem starren Regelwerk, weil es hier um zwischenmenschliche Interaktion geht. Jedenfalls wenn deine Website-Texte gut geschrieben sind.

Zurück zu meiner Überschrift: Ich spreche meine Zielgruppe wieder direkt an und verwende zur Betonung ein Power-Wort.

Wer schreibt, führt

Viele sträuben sich gegen das Power-Wort „erfolgreich“. Wenn es nicht zu dir passt, dann verwende es auch nicht. Authentisch ist immer, was sich für dich richtig anfühlt. Ich mag das Wort ganz gerne: Wir alle haben unsere eigene Vorstellung von Erfolg. Insofern ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass sich meine Leser*innen damit identifizieren können.

Warum „dein Weg“? Nun, damit meine Leser*innen ihren Wunsch verwirklichen können, müssen sie natürlich mein Angebot in Anspruch nehmen. Ich nehme sie hier an die Hand und führe sie gezielt dorthin. Und ein Angebot ist am Ende immer auch nur ein Vorschlag: Meine Leser*innen entscheiden, ob sie es annehmen möchten oder nicht.

Das waren die 3 ersten Phasen der Kundenreise, die du wunderbar auf deiner Startseite bei den ersten 3 Überschriften anwenden kannst: Interesse wecken, vertiefen und zum konkreten Angebot übergehen.

Fazit und Extra-Tipps

Überschriften auf Websites sind definitiv eine eigene Welt. Aber: Du musst dir nichts ausdenken. Du musst noch nicht einmal kreativ sein. Du musst einfach nur die Wünsche deiner Zielgruppe benennen.

In meinem Blogbeitrag zum Thema Schreibblockade zeige ich dir, wie du die Vorteile deiner Zielgruppe priorisieren kannst. Und das ist dann auch mein letzter Tipp: Die wichtigsten Vorteile gehören auch auf deiner Angebotsseite immer in die erste Überschrift und sollten sich zum Schluss, wenn es ums Kaufen geht, wiederholen.

Und je näher du an diese Stelle rückst, desto aktiver kannst du deine Überschriften auch gestalten. So lautet die letzte Headline auf meiner Angebotsseite zum Textcoaching: „Los geht’s zu deinem Website-Wow!“ Es ist eine Aufforderung an alle Macher*innen: Let’s do this. Und in diesem Sinne wünsche ich dir jetzt ganz viel Spaß beim Überschriften-Texten! ?

PS: Wenn du jetzt sagst, ich habe so einen schönen Slogan, aber er passt nicht zu meinem Keyword, dann gestalte ein Bild mit diesem Slogan. Dann bleibt dir die Hauptüberschrift/h1 immer noch für dein Keyword, aber du kannst trotzdem mit deinem Slogan starten.

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Über mich

Hi! Ich bin Miriam und als Textcoach unterstütze ich Selbstständige dabei, einzigartige Texte zu schreiben. Das heißt Texte mit Persönlichkeit. Weil es heute nicht mehr ausreicht, nur die Sprache der Kund*innen zu sprechen.

Das kann die Konkurrenz schließlich auch.

Nur wenn du dich selbst zeigst und deinen eigenen Stil entwickelst, kannst du die richtigen Menschen anziehen und für dein Angebot gewinnen.

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