fbpx

Schreib wie du sprichst: 3 Tipps, wie’s endlich funktioniert

Inhalt

Begeistere potenzielle Kund*innen mit deinen Texten: Indem du so schreibst, wie du sprichst. Mit über 100 genialen Vorlagen!

Schreibtipp Nummer 1 im Online Marketing: Schreib, wie du sprichst.

Tausendmal gehört und tausendmal nicht gefühlt, stimmt’s?

Das ist so ein Tipp, den verstehst du sofort, aber ihn umsetzen? Da ist dann irgendwie eine Blockade.

Wenn du an die Schule, Ausbildung oder Universität denkst: An die Diktate, Hausarbeiten und wissenschaftlichen Ausführungen… Die waren doch vor allem eines: Stocksteif. Und unnahbar. Es ging nie um eine Beziehung zwischen dir und den Leser*innen.

In der Onlinewelt ist das anders, die Verbindung ist hier alles. Die Nahbarkeit. Das Vertrauen.

Schreiben heißt online sprechen. In den Dialog zu gehen.

Und die folgenden 3 Beispiele zeigen dir, wie du das anstellst. Darin findest du übrigens über 100 Wort-Beispiele.

(Für noch mehr Vorlagen, lies auch gerne meinen Beitrag zum Thema „Emotional schreiben“.)

Damit meine ich, wie du es anstellst, dass deine Leser*innen sagen: „Jaaaaa, ganz genau, du sprichst mir aus der Seele!“

1. Umgangssprache

Wie redest du mit Menschen, die du kennst, zu denen du eine nähere Beziehung hast? Richtig, umgangssprachlich.

Und genau das solltest du mit deinen Leser*innen und potenziellen Kund*innen tun.

Denn das ist die echte Version deiner selbst. Kein Verstecken hinter Floskeln und nichtssagenden Worten, die auch auf jeder anderen x-beliebigen Website stehen könnten.

Das wäre die Standardsprache. Die, die wir im öffentlichen Raum sprechen, zum Beispiel bei einem Arzttermin oder damals im Angestelltenverhältnis.

Standardsprache ist immer etwas distanziert und wird auch Hochdeutsch genannt.

Online reicht es aber nicht aus, Standardsprache zu sprechen. Zumindest nicht, wenn du verkaufen möchtest.

Weil du selbst dann in deinen eigenen Texten unsichtbar bleibst, keine Konturen hast, oder wie ich sage: Keine Ecken und Kanten. Und dann ist es schwer, sich abzuheben.

Hier ein Beispiel, das es auf den Punkt bringt:

Standardsprache: „Du tust die Dinge, die du tun willst, auch wenn du Angst hast.“

vs.

Umgangssprache: „Du tust die Dinge, die du tun willst, auch wenn dir der Arsch auf Grundeis geht.“

Bei welchem Beispiel fühlst du die Persönlichkeit dahinter? Und auch die Kraft?

Und nein, die Sprache muss dir nicht gefallen, genau darum geht es ja: Nicht alle anzuziehen, sondern nur diejenigen, die zu dir passen.

Manchmal ist es auch einfach nur ein Apostroph, das Lockerheit in deine Texte bringt:

Standardsprache: „Wie geht es dir?“

vs.

Umgangssprache: „Wie geht’s dir?“

Oben in der Einleitung habe ich das auch gemacht: „Tausendmal gehört und tausendmal nicht gefühlt, stimmt’s?“

Noch ein paar weitere Beispiele:

„Du möchtest gerne durchstarten.“

vs.

„Du hast voll Bock endlich durchzustarten.“

Auch hier: Spürst du den Unterschied? Das eine ist larifari (Umgangssprache!) und das andere hat direkt Wumms (Umgangssprache!).

Geh einmal deine Texte durch:

  • Wo hast du das Gefühl, dass sie noch austauschbar sind?
  • Wo könntest du ein bisschen mehr Wumms, Pep, Schwung, Power, Kraft (es gibt so viele Wörter für ein einziges Wort!) reinbringen?

Du bist unsicher? Beobachte dich beim Sprechen! Frag Freund*innen und Bekannte. Scroll durch deine Telegram- oder WhatsApp-Nachrichten.

Als ich meine Salespage für meinen Onlinekurs „Abrakadrabra… Ausgebucht!“ geschrieben habe, hab ich sie zum Lesen meinen engsten Business-Vertrauten gezeigt, alle hatten dieselbe Reaktion: „Beim Lesen hatte ich deine Stimme im Ohr.“

Warum? Weil sie MICH in dem Text erkennt haben. Und das ist die Kunst des Schreibens.

Nicht irgendwelche Schreibtechniken. Die sind auch wichtig.

Fakt ist aber, dass dein Text immer mehr überzeugen wird, wenn er deine Sprache spricht als wenn du nur seelenlose Schreibtechniken anwendest. Weil Texte online, das weißt du jetzt schon, als echte Gespräche fungieren.

Also: Trau dich und hau rein in die Tasten. Und das meine ich wortwörtlich. Nicht mit dem Kopf zu schreiben, sondern mit dem Herzen.

In Gesprächen mit deinen engsten Freund*innen denkst du ja auch nicht über jedes einzelne Wort nach: Du sprichst einfach, so wie dir der Schnabel gewachsen (Umgangssprache!) ist.

2. Onomatopoesie

Ono-was? Jaja, klingt kompliziert, ist aber eigentlich ganz einfach.

Hier ein Beispiel: „Woooooah, dieser Blogbeitrag ist der Knaller!“

(Mir selbst Komplimente machen: Check!)

Onomatopoesie heißt Lautmalerei und meint im Beispielsatz mein „Woooooah“.

Genau so rede ich in Wirklichkeit.

Man spricht hier auch von Interjektionen. Sie machen deine Sprache lebendig.

Hier ein weiteres Beispiel:

„Jedes Mal, wenn du vor dem weißen Bildschirm sitzt und einen Text schreiben willst, denkst du: Puuuuh, ich weiß nicht, was ich schreiben soll.“

Hier sind 105 Vorlagen, die du verwenden kannst. Such dir am besten diejenigen raus, die du ohnehin schon verwendest und aber auch solche, die dir gefallen:

  1. Ach
  2. Ach herrje
  3. Herrje
  4. Ächz
  5. Ätsch
  6. Ahoi
  7. Puh
  8. Blabla
  9. Brrrr
  10. Ey
  11. Na
  12. Na toll
  13. Oh
  14. Oh je
  15. Oh man
  16. Oho
  17. Haha
  18. He
  19. Eh
  20. Heul
  21. Schluchz
  22. Juhu
  23. Naja
  24. Nanu
  25. Huch
  26. Hurra
  27. Hach
  28. Hoho
  29. Bäääm
  30. Blubb
  31. Holla
  32. Ups
  33. Uff
  34. Schwups
  35. Cool
  36. Geil
  37. Gähn
  38. Grübel
  39. Klopf, klopf
  40. Stöhn
  41. Mega
  42. Man
  43. Donnerwetter
  44. Hoppla
  45. Katsching
  46. Rums
  47. Hatschi
  48. Husch-husch
  49. Mhhhmmm
  50. Muahahaha
  51. Psssssst
  52. Grrrrrrr
  53. Eieieiei
  54. Gell
  55. Lol
  56. Oh Gott
  57. Wow
  58. Wohl
  59. Ja
  60. Uiuiui
  61. Bäm
  62. Bravo
  63. Autsch
  64. Ratsch
  65. Boah
  66. Bitte
  67. Quakquakquak
  68. Pah
  69. Prost
  70. Ohje
  71. Olala
  72. Nee
  73. Alter
  74. Mist
  75. Scheiße
  76. Schnief
  77. Seufz
  78. Verdammt
  79. Verdammt nochmal
  80. Meine Güte
  81. Jau
  82. Bäh
  83. Äh
  84. Ähm
  85. Tja
  86. Tadaaa
  87. Peng
  88. Pfui
  89. Igitt
  90. Heiliger Bimbam
  91. Ciao Kakao
  92. Schade Marmelade
  93. Schade Schokolade
  94. Huhu
  95. Donnerwetter
  96. Quatsch
  97. Heureka
  98. Bingo
  99. Halleluja
  100. Heilige Makrele
  101. Hip, hip, hurra
  102. Woohoo
  103. Amen

Manche sind auch witzig. Mit diesen kannst du Humor transportieren.

Beispiele:

„Du hast ein 10 k Coaching gebucht und es war einfach mega der Fail? Ja, schade, Marmelade!“

„Du willst online endlich sichtbar werden, aber – heilige Makrele – wo sollst du bitte anfangen?“

„Kennst du diese Coach*innen, die dir jeden Monat sechsstellige Umsätze versprechen? Und was du eigentlich immer hörst sobald sie sprechen: Quakquakquak.“

„Stricken für Anfänger*innen: Stell dir vor, du trägst dein EIGENES Kleid, schaust du in den Spiegel und denkst: Donnerwetter, bin ich heiß!“

Sinnbild für schreib, wie du sprichst

3. Dialogische Einleitungen

Sagen wir mal, du sitzt mit einer Freundin auf der Park-Bank.

Und dann fragst du sie: „Hast du manchmal auch das Gefühl, dass verdammt große Veränderungen in der Luft liegen?“

Was hast du dann gemacht?

Du hast ein Gespräch aufgebaut, indem du deine Freundin angesprochen hast.

In der „Wirklichkeit“ fällt es uns total leicht: Unser Gegenüber mit einzubeziehen. Und genau das auch in deinen Texten zu tun!

Vielleicht hilft es dir, wenn du dir beim Schreiben deine Wunschkundin vorstellst, mit der du ein angenehmes Gespräch führt, wie mit einer guten Freundin.

Dann wird dein Text lebendig, dann haben deine Leser*innen das Gefühl, dass du sie wirklich ansprichst und sie fühlen sich wohl bei dir.

Dann entsteht die Magie, die Kraft der Sprache, die ihre Wirkung zeigt.

Hier sind 15 Beispiele, mit denen du deine Leser*innen in deinen Texten direkt ansprechen kannst:

  1. Wusstest du, dass…
  2. Hättest du gedacht, dass…
  3. Du denkst…
  4. Du wünschst dir…
  5. Kommt dir das bekannt vor…
  6. Fragst du dich auch manchmal…
  7. Manchmal hast du das Gefühl…
  8. Wenn du x tun könntest…
  9. Ist dir bewusst, dass…
  10. Stell dir vor…
  11. Träumst du davon…
  12. Hattest du schon mal den Gedanken/die Idee/den Wunsch
  13. Du fragst dich…
  14. Wenn du daran denkst…
  15. Was wäre, wenn du…

Fazit

Jetzt mal Klartext: So zu schreiben, wie du sprichst ist mega easy!

Denk beim Schreiben nicht daran, dass du jetzt einen Text für die „Öffentlichkeit“ schreibst, für deine Website zum Beispiel. Dann passiert es schnell, dass du wieder ins oftmals formelle Hochdeutsch wechselst.

Kreiere dir selbst eine Wohlfühlatmosphäre beim Schreiben, imaginiere dir deine Wunschkundin, sprich mit ihr, schreib für sie. Das ist der ganze Trick.

Und dann, wenn du einen ersten Entwurf geschrieben hast, darf sich gerne der Kopf melden und den Text redigieren: In eine Struktur bringen, Überflüssiges streichen (was ist für deine Leserin wirklich relevant?) und deine Leser*innen, Fans, Kund*innen begeistern, sowas von!

Share on facebook
Facebook
Share on pinterest
Pinterest
Share on linkedin
LinkedIn
Share on twitter
Twitter

5 Antworten

  1. Also meine Liebe – Chapeau – bin gerade erst über Kathy´s Blogg auf dich gestoßen und du inspirierst mich und hast mich vom Hocker! Ok ich lieg auf dem Bett also konnte nicht runterfallen *lach*

    Bin gerade dabei mich als Coach selbstständig zu machen und mich zu „zeigen“ und komme glücklicherweise von einer wertvollen Person zur anderen und lese, lese, lese neben der Tatsache, dass ich gerade auch sau viel tue, um alles auf die Beine zu stellen.

    Danke dir erstmal von Herzen für diese „Arschtritte“ und all deinen sooooo wertvollen Content. Ich MUSS jetzt erstmal meine Texte überarbeiten 🙈😃🤪

    Bis ganz bald
    Simone

    1. Hallo liebe Simone,

      was für ein erfrischender Kommentar, haha, ich danke dir für deine Worte und Wertschätzung! Humor ist einfach alles, oder? Arschtritte sind übrigens meine Spezialität… Und schön, dass du diese bunte Coaching-Welt bereicherst!

      Ich wünsche dir ganz viel Erfolg beim Zeigen und Sichtbar-Werden. Wenn du dich darauf einlässt, macht es sowas von Spaß!

      Much love
      Miriam

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Über mich

Hi! Ich bin Miriam und als Textcoach unterstütze ich Selbstständige dabei, einzigartige Texte zu schreiben. Das heißt Texte mit Persönlichkeit. Weil es heute nicht mehr ausreicht, nur die Sprache der Kund*innen zu sprechen.

Das kann die Konkurrenz schließlich auch.

Nur wenn du dich selbst zeigst und deinen eigenen Stil entwickelst, kannst du die richtigen Menschen anziehen und für dein Angebot gewinnen.

Neueste Beiträge

777 kostenlose Zauberwörter, mit denen du Kund*innen magisch anziehst