fbpx

Ein Blick hinter die Kulissen: Mein 10 k Launch Mindfuck

9 Mai 2021 | 2 Kommentare

„Wollen wir uns trennen?“

Fragte ich meinen Partner an meinem Geburtstag Anfang Dezember 2020.

Es war keine Frage, sondern eine Entscheidung. Die er akzeptierte. Vielleicht weil es ihm genauso ging, vielleicht weil er mich kennt und weiß, dass meine Entscheidungen immer endgültig sind.

So wenig mir Geburtstage etwas bedeuten: Sie bieten immer eine wunderbare Möglichkeit zu reflektieren. Und mir wurde an diesem Tag klar, dass nichts mehr aus meinem alten Leben Bestand hatte, dass ich jetzt aufräumen musste.

Wir konnten einfach nicht mehr etwas aufrecht erhalten, was schon länger vorbei gewesen ist.

War ich traurig darüber? Klar. Wir haben uns schließlich einmal sehr nahe gestanden.

Wenn ich zurückdenke, an die Zeit in der wir uns kennengelernt haben…

Wir sind als Traumpaar in diese Beziehung gestartet, denn Träume hatten wir auf jeden Fall große und waren uns nicht zu schade, dafür alle möglichen Strapazen auf uns zu nehmen.

Es funktionierte jedoch nicht. Von Berlin, nach Cottbus, nach Dresden. Von einem Leben und Job zum anderen und nächsten. Immer auf der Suche. Und nie fündig geworden. Schon gar nicht gemeinsam.

Den einen großen Traum, den wir von Beginn an hatten, haben wir dabei nie verwirklicht: Gemeinsam zu gründen. Uns etwas aufzubauen. Nicht nur als Paar, sondern auch als Partner. Stattdessen sind wir dann jeder für sich losgezogen.

Traumteam statt Traumpaar

Als Traumpaar sind wir gescheitert, nicht aber als Traumteam. Das sind wir bis heute.

In meinem Business ist er für meine Website und alles Technische verantwortlich. Was ich mir vorstelle, setzt er um. Und darüber bin ich sehr glücklich.

Er versteht, dass jede noch so winzige Kleinigkeit wichtig für mich ist: Ich weiß genau, welche Wirkung ich hervorrufen will, und was es braucht, um diese Wirkung hervorzurufen.

Wenn es manchmal so rüberkommt, als würde ich in meiner Selbstständigkeit im Mittelpunkt stehen, dann ist das reine Notwendigkeit.

Ich spiele gerne das Spiel von der angestrebten Weltherrschaft, weil es mir Spaß macht zu unterhalten, aber es bedeutet mir nichts.

Machen wir uns nichts vor: Selbstbewusstsein hat eine magnetische Anziehungskraft und verkauft.

In Wirklichkeit richtet sich meine ganze Aufmerksamkeit jedoch auf meine Kund*innen. Dafür zu sorgen, dass sie in der Zusammenarbeit mit mir die besten Ergebnisse erzielen.

Das ist mein Auftrag, dem ich leidenschaftlich nachgehe.

Gemeinsam statt einsam

Diese Aufmerksamkeit kann ich meinen Kund*innen geben, weil ich ihn an meiner Seite habe. Weil er sich um die Dinge kümmert, für die ich selbst kein Talent und auch kein Interesse habe.

Ich weiß, dass er nicht alles kann, weil er wie ich ein Autodidakt ist und sich vieles erst im Tun aneignet. Das ist nicht wichtig. Ich glaube an ihn und seine Fähigkeiten.

Und es sind die Fehler, die uns weiterbringen, wenn wir sie für uns nutzen. Dem anderen Raum zu lassen, auch im Business. Viel wichtiger: Ich kann mich auf ihn verlassen und ihm vertrauen.

(Er hat sich damals extra für mich und meine Selbstständigkeit mit Webdesign auseinandergesetzt und jetzt ist er damit gerade selbst auf dem Weg von der nebenberuflichen in die volle Selbstständigkeit.)

Wie man eine Trennung zelebriert: Mit einem Projekt

Unser Trennungsprojekt zum Jahreswechsel: „Lass uns in einer Woche eine komplett neue Website hochziehen.“

Von morgens bis abends haben wir an dieser Website gesessen und ALLES neu gemacht.

Weil ich noch mehr Miriam wollte. Weil ich Miriam bis zum Äußersten wollte. Das sollte diese Seite endlich verkörpern: Ich, wie ich wirklich bin. Schwarz. Voller Risse. Und mit einem goldenen Herzen.

Wir zogen durch – und wenn du dich schon einmal näher mit einer Website befasst hast, weißt du vielleicht, wie ambitioniert es ist, so ein Projekt innerhalb einer Woche realisieren zu wollen. Naja, wir sind halt beide Überflieger.

Schreiben heißt sich finden

Und diese neue Website hat dann auch alles verändert.

Für mich waren diese Tage vor allem eine Reise zu mir selbst: Ich habe endlich meine Identität als Selbstständige gefunden. Wofür stehe ich? Was will ich in diese Welt hinaustragen?

Und es war schön, ihn dabei an meiner Seite gehabt zu haben. Nicht mehr ein Paar zu sein, dafür aber Partner.

Früher als depressiver Mensch habe ich immer von der „Resurrektion durch die Kunst“ gesprochen.

Von der Wiederauferstehung durch das Schreiben.

Es kam anders: Die Selbstständigkeit hat mich auferstehen lassen.

Und mit diesem neugeborenen Gefühl startete ich ins neue Jahr. Endlich zu 250 % ich selbst zu sein, auch im Design und Branding. Vor allem natürlich in meinen Texten.

Beruflich erfolgreich, privat eingesperrt

Das war jedoch nur die eine Seite.

Auf der anderen Seite: Die Trennung.

Für unsere gemeinsame Wohnung hatten wir einen richtig fiesen Knebelvertrag unterschrieben, aus dem wir nicht so leicht herauskommen sollten.

Wochenlang mussten wir in dieser Wohnung als getrenntes Paar ausharren, durch Corona regelrecht eingesperrt, 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche.

Andere Paare mit Masken besichtigten die Wohnung. Während wir unsererseits Wohnungen besichtigten. Der Andrang auf freie Wohnungen war absurd hoch. Trotz Corona, vielleicht auch gerade wegen Corona. Ich hatte ziemlich schnell die Schnauze voll.

Er fand zuerst eine Wohnung. Und erzählte mir, dass in derselben Straße eine weitere frei sei.

Ohne die Wohnung besichtigt zu haben, schickte ich meine Unterlagen per E-Mail an die Hausverwaltung und schrieb, dass ich die Wohnung sofort nehmen würde.

Innerhalb von 15 Minuten bekam ich eine Antwort mit Zusage. Wozu mit Wohnungsbesichtigungen herumplagen, wenn’s auch einfach geht?

Wut kann ich, weitermachen auch

Wir steckten jedoch immer noch im Knebelvertrag fest, die Kommunikation war mühselig, oft gab es überhaupt keine Reaktion. Nur Warterei und nichts passierte.

Ich war wütend. Wegen einem Vertrag so machtlos zu sein und nichts tun zu können. Dieses Gefühl ausgeliefert zu sein und du als Mensch mit deiner individuellen Situation bist einfach scheißegal.

„Annehmen, was ist“ durfte ich hier auf jeden Fall üben.

Aber mal im Ernst, das Ding ist: Ich bin wütend, gehe kurz an die Decke und im nächsten Augenblick geht’s wieder weiter.

Weil ich keine Lust habe, mich von sowas aufhalten zu lassen und sowieso binnen weniger Sekunden mindestens 10 Lösungen am Start habe.

So funktioniert mein Gehirn sehr oft: Angriff statt Angst.

Früher habe ich irrtümlich geglaubt, mein Name bedeute die Kämpferin. Das habe ich bis heute verinnerlicht. Und, unter uns gesagt, ich habe ein starkes Verlangen danach, mich durchzusetzen.

Tja, und während ich so gefangen in dieser Wohnung war und arbeitete, machte ich in all der Misere zum ersten Mal 5-stellige monatliche Umsätze.

Ich verdiente also das, was ich eigentlich mit meinem ersten Onlinekurs geplant hatte. Den ich wegen der privaten Situation jedoch erst einmal verschob.

Von der Tellerwäscherin…

Natürlich freute ich mich. Es gab Zeiten als Angestellte da habe ich gerade mal 1.000 € netto verdient. Ja, kein Witz. Zum Beispiel als Texterin in Teilzeit. Ich wollte einfach so wenig Lebenszeit wie möglich in irgendeinem Unternehmen verschwenden, mit dem ich mich sowieso nicht identifizieren konnte.

Ich weiß noch, wie ich durch die Straßen spazierte und mich fragte: „Und fühle ich mich als Mensch mit solchen Umsätzen jetzt anders?“ Die Antwort war Nein. Weil es sich für mich bereits völlig normal anfühlte.

(Das ist meine Taktik: Mich im Kopf schon in diejenige zu verwandeln, die ich bald in der Wirklichkeit sein will.)

Dann endlich nach vielen Wochen, die sich wie Kaugummi zogen, die gute Nachricht: Wir kommen aus der Wohnung raus.

Mit über 3.000 € kauften wir uns frei. Inklusive liquidem Nachmieter, der trotz ewig langer Warterei nicht absprang und unbedingt in diese viel zu teure Bruchbude einziehen wollte.

Happy Trennung End

Wir zogen am selben Tag aus. Nachdem wir schon mehrere gemeinsame Umzüge gemeistert hatten, gingen wir jetzt also wieder einen eigenen Weg: Damit war die Trennung endgültig durch.

Heute sind wir nicht nur geschäftlich verbunden, sondern auch als Nachbarn.

Er schneidet mir die Haare. Ich schenke ihm eine Pflanze. Wir treffen uns zufällig auf der Straße und reden wie alte Bekannte. Manchmal schickt er mir Fotos oder Videos von Lilli, unserer Hündin, die bei ihm geblieben ist.

Und dann staune ich, bin stolz auf uns: Wie erwachsen und verdammt cool wir doch sind.

Warum ich dir das alles erzähle

Weil es auch gut laufen kann, wenn alles scheiße läuft. Weil wir jederzeit in der Hand haben, wie wir mit den Umständen umgehen wollen. Und nur weil es privat schlecht läuft, heißt das nicht, dass es im Business genauso sein muss. Im Gegenteil.

Für mich war meine Selbstständigkeit in dieser Zeit ein Lichtblick. Weil ich dadurch etwas hatte, worauf ich in all dem Elend meine Aufmerksamkeit richten konnte. Etwas, das mich glücklich machte, woraus ich Energie zog, um diese anstrengenden Momente in der Wohnung zu meistern.

Ich konnte diese Zeit wesentlich leichter ertragen, als er. Mich dann jedoch nicht von seiner Stimmung runterziehen zu lassen, sondern zu schauen: Was kann ich für ihn tun? Nicht in den Streit zu gehen, was sehr viel einfacher gewesen wäre, sondern gelassen zu bleiben, auf einer emphatischen Ebene.

Und einfach dieses: „Hey, wir ziehen gemeinsam an einem Strang. Und deswegen schaffen wir das auch.“

Wenn wir selbst von etwas wirklich überzeugt sind, dann können wir auch andere mit Leichtigkeit davon überzeugen.

Neues Leben, erster Onlinekurs

Jetzt hatte also mein neues Leben in meiner neuen Wohnung begonnen: Ich war bereit für meinen ersten Onlinekurs, von dem ich immer geträumt hatte.

Das Problem: Ich fühlte nicht so recht die Motivation. Und hatte einen richtigen Mindfuck.

Wozu noch ein Onlinekurs, wenn ich es auch 1:1 schaffe, derartige Umsätze zu generieren?

Klar, wahrscheinlich sagst du jetzt: „Dann hättest du dir doch einfach ein höheres Ziel setzen können.“

Sicher, du kannst dir die höchsten Ziele setzen. Solange du sie aber nicht fühlst, bringt dir das gar nichts. Weil du sie dann nicht erreichen wirst. Und ich fühlte es einfach nicht.

Um es kurz zu machen: Ich habe den Mindshift dann auch nicht geschafft.

Es war unglaublich schwierig für mich, in die Planung und dann auch Umsetzung zu kommen.

Allein an die Salespage musste ich mich etliche Male setzen. Es war einfach nur anstrengend. Am Ende schaffte ich es, fand zurück in den Moment und damit in die Freude. Nur hing ich da dann schon extrem im Zeitplan hinterher.

Gleichzeitig hatte er mit technischen Schwierigkeiten hinsichtlich meiner eigenen Kursplattform zu tun. Ich weiß noch, wie er meinte, er schaffe das nicht. Und ich sagte: „Doch, klar.“

Und am nächsten Tag wiederum fragte ich: „Scheiße, schaffen wir das alles rechtzeitig?“

Dann war er es, der mich davon überzeugte, dass wir das packen. #traumteam

Fehler #1

Ich sprach viel zu wenig von dem Kurs. Ich machte viel zu wenig Werbung.

Um ehrlich zu sein: Ich wollte mein erstes Mal einfach nur hinter mich bringen.

Mir war es wichtig, ein Gefühl für so einen Launch zu bekommen. Worauf kommt es an? Was erwartet mich dabei? Welche Überraschungen passieren?

Einen eigenen Kopf zu haben, kann manchmal durchaus zum Hindernis werden, aber ich wollte keiner vorgefertigten Strategie nachgehen, sondern meine eigene entwickeln.

Und damit war ich dann einfach zu sehr beschäftigt.

Da ich die Inhalte auch erst nach Verkauf erstellte (und noch erstelle), fehlte mir so ein bisschen der rote Faden, worüber ich tagtäglich sprechen könnte. Über etwas, das noch nicht existiert? Schwierig. Unabhängig davon, dass ich genau wusste, was die Inhalte sein werden.

Fehler #2

Ich habe den Zahlungsanbieter gewechselt. Und das kurz vor knapp. Zeit war in diesem Launch wirklich das Hauptproblem.

Mein Produkt wurde dann im ersten Gang abgelehnt. Das war montags. Und mittwochs sollte die erste Mail an die Warteliste rausgehen…

Deswegen ging ich davon aus, den Kurs gar nicht rechtzeitig verkaufen zu können. Innerlich amüsierte ich mich bereits darüber, wie ich am Ende des Webinars davon erzählen würde.

(Das ist so eine Macke von mir: Ich fange an zu lachen. In Situationen in denen es überhaupt nichts zum Lachen gibt. Manchmal sehr hilfreich, manchmal sehr unpassend. Zum Beispiel in Gegenwart von anderen.)

No risk, no story, wie es so schön heißt.

Der Verkauf wurde dann im allerletzten Moment bewilligt. #yes

Fehler #3

Wir unterschätzten, wie viel Aufwand so eine eigene Plattform auf der Website bedeuten würde. Zwar hat alles geklappt und sieht auch gut aus. Jedoch fehlen noch ein paar Dinge, die ich gerne gehabt hätte. Zum Beispiel einen Balken, der den eigenen Fortschritt im Kurs anzeigt.

Das sind jedoch nur Kleinigkeiten.

Wenn ich etwas verinnerlicht habe, dann sicherlich: „Done is better than perfect.“

Weil es am Ende nicht auf das Design und den Schnickschnack ankommt, sondern auf die Inhalte. Und bislang habe ich ausnahmslos positives Feedback von meinen Kursteilnehmer*innen erhalten.

Fehler #4

Ich hatte die Präsentation für das Webinar nicht rechtzeitig fertiggestellt. Ja, mea culpa! Am Tag des Webinars ging es mir körperlich richtig schlecht. Ich musste mich erstmal ins Bett legen (und während ich das schreibe, muss ich schon wieder lachen).

War es Aufregung oder meine nicht mehr ganz so frische Bowl? Ich weiß es nicht, vielleicht beides.

Alle Inhalte der Präsentation hatte ich erstellt, nur das Wichtigste nicht: Mein Angebot.

Wenn ich etwas kann, dann meine Inhalte frei präsentieren, ohne das vorher geübt zu haben. Bin ja schließlich Deutschlands führender Textcoach Nummer 1.

Was ich aber nicht kann, weil ich es vorher noch nie gemacht und davon nicht die geringste Ahnung habe: Mein Angebot in einem Webinar verkaufen.

Am späten Nachmittag ging es mir dann endlich besser und ich fügte mein Angebot noch hinzu. Jedoch nicht in der Art und Weise, wie ich mir das gewünscht hätte. Mir fehlte schlichtweg die Zeit.

Am Abend fühlte ich mich jedoch wieder richtig tippi toppi und war sowas von bereit!

Es lief auch sehr gut… Und den meisten ist das gar nicht aufgefallen, aber: Als ich schließlich über mein Angebot sprach, bin ich immer wieder abgeschweift. Es gab dann auch nicht einmal einen richtigen Call-to-Action, hahaha.

(Wieder so eine Stelle, wo ich eigentlich nicht lachen sollte. Aber hey, wie herrlich es ist einen Fehler zu machen. Wird mir nie wieder passieren!

Und das Webinar war insofern ein Erfolg, dass ich unglaublich viele Nachrichten und Mails voller Begeisterung erhalten habe. Fanpost ist ja mein Lieblingsfrühstück! #dankeandieserstelle)

Übrigens: Über 280 Webinar-Anmeldungen. Davon waren live zwischenzeitlich über 100 Leute mit dabei. Und das alles rein organisch.

Ziel erreicht?

Im Grunde habe ich mein Ziel erreicht. Zumindest jenes, mit dem ich damals in die Selbstständigkeit gestartet bin und von dem ich immer geträumt habe: Über 10 k.

Bin ich damit im ersten Moment zufrieden gewesen? ÜBERHAUPT NICHT.

Und mittlerweile? AUF JEDEN FALL.

Denn was mir dann sofort klar geworden ist:

1. Mein erster Launch lief komplett organisch ab. Das letzte Mal Ads habe ich letztes Jahr geschaltet.

2. Ich habe nicht vorab eine kostenlose oder niedrigpreisige Beta-Version durchgeführt, wie es die meisten machen. Schätze dafür sind 10 k im ersten Durchlauf schon ziemlich gut, oder?

3. Umsatzziele sind nicht alles und können dir sehr schnell die Freude am Tun nehmen, wenn der Fokus zu sehr darauf liegt.

(Und ein weiteres Learning: Ziele zu ändern, anzugleichen, an das eigene Wachstum. Und zwar so früh wie möglich.)

Meine Gefühle während des Launches

Ganz ehrlich: Ich hatte morgens nicht die geringste Lust aufzustehen.

Und das ist schon sehr ungewöhnlich für mich. Zumindest für die Person, die ich heute bin.

Du bist völlig alleine und in dieser Zeit wie in einem Vakuum gefangen: Du weißt nicht, was passiert, und die meiste Zeit passiert tatsächlich nichts.

Gefühlt kauft niemand. Nur hier und da ein Verkauf.

Es plätschert elendig langsam vor sich hin.

Und du fragst dich „Soll das jetzt alles sein???“

Zwar erfährst du Support von allen Seiten und das ist so, so wertvoll.

Noch nie in meinem Leben bin ich derart unterstützt worden. Sowohl von meinen 1:1 Kund*innen als auch wildfremden Menschen und Followern aus meiner Community.

Dennoch: Du bist einfach völlig alleine während dieser Zeit.

Das auszuhalten. Diese Spannung zwischen Erfolg und Misserfolg. In einem extrem begrenzten Zeitraum, der sich zugleich wie eine Ewigkeit anfühlt. Nichts zu wissen und gleichzeitig alles zu geben.

Und das hieß bei mir vor allem: Trotzdem aufzustehen, diese verdammte Lustlosigkeit abzuschütteln und aus meinen Körper und Geist zu vertreiben.

Mich stattdessen in einen Zustand zu bringen, der mich performen lässt, der mich zurück in meine Kraft bringt.

Das war die vielleicht spannendste Erfahrung für mich: Wie gut ich darin mittlerweile bin.

Ich kann das. Ich kann mich, wenn es erforderlich ist, in einen Zustand bringen, der es mir ermöglicht abzuliefern. Und mit meiner Energie andere zu entzünden.

Das hat nichts mit Zauberei zu tun, sondern mit Training.

Und das ist auch kein Fake. Ich fühle diese Begeisterung dann mit jeder Faser meines Körpers.

Ich habe das noch nie verstanden, wenn andere Selbstständige sagen, dazu müssten sie in der richtigen Stimmung sein. Hä?

(Wie viele einfach nicht wissen, über wie viel Macht sie in Wirklichkeit verfügen!)

Deswegen konnte ich auch in der Trennungszeit Anfang des Jahres mit Begeisterung meine Kunden-Calls durchführen. Und noch mehr Kund*innen gewinnen. Weil ich präsent gewesen bin.

Komm schon: Es gibt kaum ein Problem, das so schlimm ist, dass du dich wirklich unaufhörlich damit beschäftigen müsstest.

Für mich hat das ganz viel mit Disziplin zu tun. Die meisten verbinden Disziplin jedoch nur mit den Aufgaben, die sie täglich auszuführen haben.

Für mich beginnt Disziplin jedoch im Innen, bei meinen Gefühlen und Gedanken. Denn diese sind die Initialzündung für alles, was ich im Außen erschaffen möchte.

(Schätze die Weltherrschaft erfordert eine Menge Disziplin?)

Wie der Kurs angelaufen ist

Ich muss zugeben, dass ich einen Moment der Unsicherheit hatte: Entweder würden die Teilnehmer*innen den Kurs feiern oder eben nicht.

Weil dieser Kurs wirklich mein eigenes Ding ist, schwingt da natürlich auch eine gewisse Verletzlichkeit mit: Wird er angenommen? Werde ich angenommen?

Da steckt schließlich meine ganze Persönlichkeit und mein ganz eigener Blick auf diese Welt drin.

Vielleicht sagst du: „Du bist nicht dein Business.“

Ansichtssache. Und ich sehe das definitiv anders. Gerade als Solo-Selbstständige.

Die Stimmen sind bis jetzt auf jeden Fall nur positiv ausgefallen.

Diese Mail erreichte mich zum Beispiel am Samstag:

#keineworte #nursonneimherzen

Fazit: Ich bin toll

Und wieder einmal fühle ich mich bestätigt: Mir selbst treu zu bleiben, ist das Beste, was ich tun kann. Immer. Es hat dazu geführt, dass ich mich in diesem 1 Jahr Selbstständigkeit erfolgreich behaupten konnte.

Egal, was andere sagen, es gibt nur eine einzige Stimme, auf die ich hören muss und das ist meine eigene.

Und genau darum geht es auch in meinem Onlinekurs: Nicht mit dem Kopf zu schreiben, sondern die innere Stimme sprechen zu lassen. Und dadurch ein Stück innere Freiheit zu erlangen.

In der Facebook-Gruppe habe ich einen Post erstellt, wo wir gerade unsere Lieblingszitate teilen. Meines:

„Die Belohnung für Anpassung ist, dass jeder dich mag, außer du dich selbst.“
– Rita Mae Brown

Und das Schönste: Es sind einfach nur verdammt wundervolle Frauen mit dabei! Immer wieder staune ich darüber, was ich für großartige Menschen anziehe. Und das erfüllt mich mit tiefster Dankbarkeit.

In diesem Sinne: Ich bin halt einfach mega geil. Und alle die mit mir zusammenarbeiten ebenfalls. #hallotraumleben

Über mich

Hi! Ich bin Miriam und als Textcoach unterstütze ich Selbstständige dabei, einzigartige Texte zu schreiben. Das heißt Texte mit Persönlichkeit. Weil es heute nicht mehr ausreicht, nur die Sprache der Kund*innen zu sprechen.

Das kann die Konkurrenz schließlich auch.

Nur wenn du dich selbst zeigst und deinen eigenen Stil entwickelst, kannst du die richtigen Menschen anziehen und für dein Angebot gewinnen.

Sinnbild für Vorlage für deine Startseite

Kommentare

2 Kommentare
  1. Kristin

    Liebe Miriam,

    Was für ein schöner und ehrlicher und einfühlsamer Newsletter. Kein Blabla. Sondern Einblick.

    Und es zeigt mir, auch wenn du sehr professionell wirkst, Rückmeldung braucht es irgendwie.

    Miriam, ich bin begeistert von deinem Kurs, von den Inhalten und wie du ihn aufziehst. Dein persönliches ist da einfach mit drin. Und genau das hat mich den Kurs buchen lassen.

    Antworten
    • Miriam Risse

      Oh, danke, Kristin! Ich freue mich riesig, dass du dabei bist, vor allem, weil unsere Themen ja auch sehr nah beieinander liegen und ich mich da sehr gut hineindenken kann. Bin gespannt, was wir morgen im Live-Training aus deinen Texten herausarbeiten werden! <3

      Antworten

Trackbacks/Pingbacks

  1. 7 Wochen Instagram Pause: Meine Erfahrungen - Miriam Risse, Text- und Emotionscoaching - […] lag nicht so sehr an meinem ersten Onlinekurs-Launch. Denn ich mag Anstrengung. Sehr sogar. Es war eher eine grundsätzliche…
  2. 13 spannende Blogthemen, um deine Persönlichkeit zu zeigen - […] habe zum Beispiel über meinen allerersten Launch geschrieben, inklusive der gemachten […]

Einen Kommentar abschicken

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Pin It on Pinterest