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7 Wochen Instagram Pause: Meine Erfahrungen

Inhalt

Einfach mal Pause machen: Wie es mir während meiner 7-wöchigen Auszeit auf Instagram ergangen ist.

Ich hatte keine Lust mehr. Und ich war müde.

Das lag nicht so sehr an meinem ersten Onlinekurs-Launch. Denn ich mag Anstrengung. Sehr sogar. Es war eher eine grundsätzliche Marketing-Müdigkeit, ganz besonders in Bezug auf Instagram.

Ich hatte keine Lust mehr Posts zu erstellen. Ich hatte keine Lust mehr, Schreibtipps zu geben. Ich hatte das Gefühl, mich damit komplett entleert zu haben. Ich war frustriert, weil ich mehr als Schreibtipps bin.

In meiner Arbeit geht es um die ganz großen Themen: Selbstfindung, Selbstverwirklichung, Ausdruck, Träume, Visionen, Beziehungen, Klarheit, Originalität, Persönlichkeit, Freiheit.

Und all das spiegelten mir zwar meine Kund*innen wider, aber nicht meine Posts.

(Natürlich übertreibe ich an dieser Stelle: Das zeigt nur, wie unzufrieden ich gewesen bin.)

Gleichzeitig spürte ich, dass ich Zeit für mich brauchte. Dass ich in den letzten Wochen und Monaten derart gewachsen bin und gerade einen Höhepunkt erreichte, der nach Rückzug verlangte, weil ich dazu nochmal richtig in die Tiefe gehen musste.

Instagram Pause: Ich bin dann mal weg

Und so machte ich einfach eine Instagram Pause. Von jetzt auf gleich. Völlig ungeplant. Ohne festgelegten Zeitraum. Warum auch nicht?

Am Ende wurden es 7 Wochen.

Ich habe auf Instagram nie diese nichtssagenden Ratschläge gegeben, wie sie jeden Tag gepostet werden: „Mach regelmäßig Pausen. Tu dies, tu das. Pausen sind wichtig!“

Wer bin ich anderen zu erzählen, was sie zu tun haben? Ich quatsche nicht über solche Dinge, ich höre einfach nur auf mich selbst und tue, was ich brauche.

Zwar habe ich in meiner Instagram Pause Storys gemacht, aber nur noch nach Lust und Laune.

Brich die Regeln, auch deine eigenen

Ich sage immer, dass ich kein Vorbild habe, weil ich mir selbst mein größtes Vorbild bin. Warum sollte ich wie jemand anderes werden wollen?

Mir war es immer wichtiger auf meine eigene, innere Stimme zu hören.

Und vielleicht kannst du deine eigene Stimme gerade nicht hören: Durch das Schreiben findest du einen Zugang zu ihr. Und das ist die Essenz meiner Arbeit.

In meinem Onlinekurs wiederhole ich das ganz oft: „Alles, was ich sage, sind Empfehlungen. Nimm das, was sich für dich richtig anfühlt.“

Bei mir gibt es kein Schritt 1, 2 und 3 und dann hast du dieses sensationelle Ergebnis. Eine Strategie muss so individuell sein, wie der Mensch, der sie anwendet.

(Und eine Strategie kann überhaupt erst aufgesetzt werden, wenn du dir deiner selbst bewusst bist.)

Deswegen fliegen so viele Selbstständige auf die Schnauze: Weil sie sich einen 0815 Fahrplan holen, der überhaupt nicht auf ihre Persönlichkeit und Bedürfnisse ausgerichtet ist.

Und ein Mensch lässt sich auch nicht auf Archetypen oder Emotionstypen reduzieren. Das sind lediglich Hilfsmittel, weiter nichts.

Einer meiner Lieblingssprüche: „Regelbruch ist Atemzug.“

Ich selbst breche meine eigenen Empfehlungen und Regeln, weil ich mich jeden Tag ein kleines bisschen verändere und weiterentwickle.

Und genau das vermittle ich auch meinen Kund*innen. Die Freiheit, das zu tun, was wirklich ihnen selbst entspricht.

Handeln statt herumkritisieren

Manchmal ist das dann vielleicht eine Instagram-Pause: Go for it.

Zu handeln, wenn wir genervt sind, wenn wir müde sind, wenn wir einfach keine Freude mehr empfinden bei dem, was wir tun.

Und wenn du gar keinen Bock mehr auf Instagram hast: Umso besser! Es gibt so viele verschiedene Wege. Vielleicht erfindest du sogar eine App, die tausendmal sozialer ist.

Dich bei Herausforderungen nicht einzuschränken, sondern stattdessen kreativ zu werden. Das möchte ich vermitteln, weil ich selbst so lebe.

Keine Ahnung, was für dich richtig oder falsch ist. Und wir sollten aufhören so zu tun, als wüssten wir es. Ich kann nur meine eigene Wahrheit leben und dir von dieser erzählen. Und ich wünsche mir, dass wir mehr auf uns selbst als auf andere hören.

Das ist für mich innere Freiheit. So arbeite ich. Weil du allein die Expertin oder der Experte für dein Business und Leben bist.

Alles, was ich tun kann, ist dich dabei zu begleiten, deine Einzigartigkeit herauszuarbeiten und in die Welt zu tragen. Ideen und Worte zu finden, von denen du nicht einmal wusstest, dass sie in dir stecken.

Freiheit vs. Fake-Freiheit

Wenn du mich kennst, hast du wahrscheinlich irgendein Bild von mir im Kopf, wie ich meine Selbstständigkeit meistere.

Ich bekomme oft Nachrichten, die voller Bewunderung sind. Und das hat nichts mit meinem Einkommen zu tun. Es liegt an dieser inneren Freiheit, die ich verkörpere und nach der sich viele sehnen.

Denn die ist unbezahlbar und unabhängig vom Einkommen: Wie viele Menschen sind zwar sehr erfolgreich, aber innerlich überhaupt nicht frei?

Und das war vielleicht die größte Erkenntnis in den ersten Wochen meiner Selbstständigkeit letztes Jahr:

Während viele mit sich selbst kämpfen, wieder und wieder, habe ich ziemlich schnell und dann auch regelmäßig Kund*innen gewonnen. Obwohl ich nicht die geringste Ahnung von einem Online-Business hatte. Vom Verkaufen ganz zu schweigen.

(Fakt ist: Ich selbst zu sein hat den Rubel letztes Jahr zum Rollen gebracht.)

Im Kopf frei zu sein und über ein unerschütterliches Selbstvertrauen zu verfügen: Menschen spüren sowas.

Dass ich bei ihnen bin und nicht bei mir und irgendwelchen von der Gesellschaft aufoktroyierten Unsicherheiten.

Und da habe ich dann auch verstanden, dass viele sich zwar wegen der Freiheit selbstständig machen, sie deswegen aber noch lange nicht leben (können).

Ich kann dir nur sagen: Du funktionierst anders als ich und du hast andere Grenzen als ich. Bewerte mich, ordne mich ein, aber mach meinen Anspruch nicht zu deinem und umgekehrt.

Kierkegaard sagte: „Das Vergleichen ist das Ende des Glücks und der Anfang der Unzufriedenheit.“

Bleib bei dir, nicht bei mir. Das ist der Grund, warum ich zum Beispiel nie davon erzähle, wie viel oder wie wenig ich am Tag arbeite: Ich will nicht, dass du dich mit mir vergleichst. Denn das tun wir, wenn wir eine Steilvorlage erhalten, ob wir wollen oder nicht.

Warum tust du, was du tust?

Lass uns doch mal im Hinblick auf Instagram konkreter werden:

Wie bewusst hinterfragst du, welche Dinge du zum Beispiel in deinen Instagram Storys teilst?

Nachfolgend zeige ich dir, worüber ich zum Beispiel ganz bewusst NICHT spreche. Mit diesen Informationen über mich könnte ich einen ganz bestimmten Teil meiner Zielgruppe anvisieren und vergrößern:

  • Ich bin Vegetarierin seit ich 14 bin und lebe heute die meiste Zeit vegan
  • Ich trinke morgens meine goldene Milch oder meinen Ingwer-Shot (und schiebe mir trotzdem abends eine TK-Pizza in den Ofen)
  • Ich spreche oft vom Laufen, aber nie wie viel oder wie wenig Sport ich mache. Laufen ist für mich eine Philosophie, kein Trend in hässlichen neon-farbenen Klamotten
  • Ich habe seit fast 1 Jahr keinen Alkohol getrunken

Viele würden da mit mir in Resonanz gehen. Darüber könnte ich meine Werte vermitteln. Nur will ich das gar nicht.

Für mich sind all diese Gewohnheiten hinsichtlich der Ernährung, Sport und sogar Business-Bücher, die fleißig in dieser Bubble gelesen werden, die neuen Status-Symbole des 21. Jahrhunderts. Damit kann ich mich nicht identifizieren. Das ist mir zu oberflächlich.

Ich will mich auf einer höheren Ebene mit Menschen verbinden. Und auch mit Menschen, die anders sind als ich.

Was meine Kund*innen und mich vereint: Unsere Haltung. Wir haben eine eigene Meinung, zu der wir stehen, und respektieren die des anderen.

Und genau solche Menschen ziehe ich an. Weil ich ganz genau weiß, welche Aspekte meiner Persönlichkeit ich im Business in den Vordergrund stellen muss, um solche Menschen zu erreichen.

Menschen, die auch mir einen neuen Horizont eröffnen. Keine Menschen, mit denen ich das neueste Smoothie-Rezept austausche.

Es ist schön, wenn du deinen Tagesablauf teilst und andere damit inspirierst, zum Beispiel mit deiner Yoga-Routine, der Anzahl deiner Kundencalls und all deinen To-do’s. Nur frag dich ganz ehrlich, WARUM du das machst.

Es geht immer um das Warum dahinter. Dir deiner Handlungen wirklich bewusst zu sein.

Und in Handlung steckt das Wort Hand: Du hast es in der Hand, wie dein Business läuft und was du in diese Welt transportierst.

Die ewige Suche nach Anerkennung

Was ich will: Dass die Menschen, die mir folgen, ihr eigener Maßstab sind und nicht ich der ihre. Das interessiert mich. Denn das ist innere Freiheit. Und das Ziel meiner Arbeit.

Ich will einen Raum eröffnen für diejenigen, die Bock haben ihr gewohntes Gedankenterrain zu verlassen: Es ist eine Einladung, weiter nichts. Mich auf ein Podest der Weisheit zu stellen, wie das viele auf Instagram tun: Nein, danke.

Innere Freiheit wird nur möglich, wenn wir uns selbst kritisch überprüfen, wenn wir schonungslos ehrlich mit uns selbst sind. Dann können wir wirklich wachsen, über uns hinauswachsen.

Nicht indem wir nach links und rechts schauen und echauffiert aufstöhnen und uns im Kreis drehen, während wir uns gleichzeitig mit unserem healthy Alltag oder was auch immer profilieren wollen.

Es ist dieses Paradox, das ich sehr oft beobachte: Sich auf der einen Seite klein zu halten, um sich auf der anderen Seite groß zu machen.

Wer innerlich frei ist, kann einfach nur sein. Ohne eine Show abzuziehen, wie wir sie jeden Tag auf Social Media sehen.

Sinnbild für Instagram Pause

Ziellosigkeit ist das Ziel

Ich habe es neulich schon in meinen Storys erwähnt: Neben der Freiheit, sind Wachstum und Tiefgang (im Sinne von Wurzeln schlagen) meine wichtigsten Werte in diesem Jahr.

Wenn ich wachsen will, muss ich auch Wurzeln schlagen, sonst kann es passieren, dass ich den Boden unter den Füßen verliere.

Diese Auszeit war für mich Wurzeln schlagen. Wurzeln schlagen in mir selbst. Und zwar ohne vorgegebene Richtung oder Ziel.

Was habe ich also in den letzten Wochen getrieben?

Hier eine kleine Auflistung:

  • Ein Fernstudium begonnen
  • Mich verstärkt dem Emotionscoaching gewidmet
  • Meine blinden Flecke eruiert
  • Weiterhin Kund*innen gewonnen
  • Die ersten Skizzen für mein Buch niedergeschrieben
  • Mit einer Freundin einen Schreibsalon gegründet
  • Die Freundschaft zu zwei wunderbaren Menschen vertieft, die ich ohne die Selbstständigkeit nie kennengelernt hätte
  • Pläne für mein Business geschmiedet
  • Mich um meine 1:1 Kund*innen und Kursteilnehmer*innen gekümmert. Die haben immer meine Aufmerksamkeit, ganz klar. Nur ist das für mich keine Arbeit (ja, ich weiß, sehr klischeehaft, aber so ist es)
  • Regelmäßiges Co-Writing für meine Kursteilnehmer*innen und 1:1 Kund*innen eingeführt: Weil ich Menschen noch mehr verbinden möchte

Erlebte Armut als Anker der Furchtlosigkeit

Jemand sagte neulich zu mir, die Selbstständigkeit sei keine Herausforderung für mich. Und in gewisser Weise stimmt das: Sie war die einzig logische Konsequenz und für mich ein Befreiungsschlag, der enorm viele Energien freigesetzt hat und es immer noch tut.

Vielleicht habe ich in der Hinsicht weniger Angst als andere: Ich weiß, wie es ist nichts zu haben.

Wie viele Winter ich in Berlin gefroren habe, weil ich keine Winterjacke hatte. Und die Heizung immer nur auf Sparflamme lief. Von weitem sah ich aus wie eine elegante Erscheinung, bei näherer Betrachtung sah man, wie abgenutzt meine Klamotten waren.

Ob mir das unangenehm gewesen ist? Sicher, zumindest dachte ich darüber nach, aber etwas anderes war mir wichtiger: Jeden Euro zu sparen, um mir Zeit zum Schreiben zu verschaffen, mich von der Arbeit freistellen zu lassen.

Leidenschaft war mir immer wichtiger als Erfolg.

Und deswegen habe ich heute auch keine Angst, dass morgen schon wieder alles vorbei sein könnte: Ich weiß, dass es nicht viel braucht. Dass Glück nicht von den Dingen abhängt, die wir besitzen.

Meine Frage an dich: Wofür brennst du wirklich, für deine Leidenschaft oder den Erfolg?

Das Glück liegt im Grashalm

Heute spaziere ich an der Elbe entlang und erwische mich dabei, wie ich flüsternd Selbstgespräche führe: Weil ich das Gelernte aus meinem Fernstudium plötzlich wiederhole, anwende und vertiefe.

Und ich denke: „Krass! Ich kann mir Sachen merken!“

Mein Gehirn ist komplett neu programmiert.

Als depressiver Mensch konnte ich mir jahrelang nichts merken, ich habe mich für den dümmsten Menschen auf dieser Erde gehalten. Es war ein Teufelskreis. Schrecklich und grausam.

Und auch das in den letzten Wochen zu verarbeiten: Die Traurigkeit darüber so lange gelitten zu haben. Gleichzeitig die Freude darüber am Leben zu sein. Mit meinen Händen durch die Grashalme zu streifen und zu wissen, es ist alles gut.

Weil ich mir selbst diese neue Wirklichkeit erschaffen habe.

Mir in diesen Wochen diesen Raum zu geben, weil ich ihn brauchte. #selbstverantwortung

3 Dinge, die du aus meiner Instagram Pause mitnehmen kannst

1. Mein Business, meine Regeln

Diesen Spruch lese ich so oft. Und auch ich verwende ihn häufig. Weil ich mich damit identifiziere.

Wenn ich das Gefühl habe, mir ist an etwas die Lust vergangen und es macht mir keinen Spaß mehr, dann nehme ich das ernst. Und so ging es mir mit Instagram.

Selbstständigkeit heißt für mich, aufmerksam zu bleiben. Handlungsfähig zu sein, wenn es erforderlich ist, und jederzeit die Richtung anzupassen.

Ein Business wächst nur so sehr, wie du bereit bist zu wachsen.

Wir sind keine Angestellten mehr, die sich folgsam dem Regelwerk eines Unternehmens unterwerfen müssen. Wir können jederzeit frei entscheiden. Es geht darum Dinge zu verändern, weil du dich selbst jeden Tag veränderst.

Ich habe mir einen Rahmen geschaffen und in diesem kann ich mich frei bewegen. Diesen Rahmen kann ich auch mal verschieben oder erweitern. Wichtig ist, dass ich diesen Rahmen habe, weil er mich und meine Selbständigkeit hält.

Und diesen Rahmen dann auch mal von außen zu betrachten: Indem ich eine Instagram Pause einlege und herausfinde, wie es für mich mit dieser Plattform weitergehen soll und ob ich sie überhaupt noch nutzen möchte.

Wie sehr lebst du den Spruch „Mein Business, meine Regeln“, wenn du dich davor fürchtest, eine Marketingpause einzulegen?

2. Instagram ist nicht der Nabel der Welt

Vielleicht denkst du, dass du dir so viele Wochen nicht eine Pause leisten kannst. Warum nicht?

Weil du dir in deiner Selbstständigkeit ein neues Hamsterrad geschaffen hast? Und jetzt abhängig bist von einer Plattform, die von dir will, dass du jeden Tag online bist und deine Community bedienst?

Das ist der Grund, warum ich von Anfang an auch auf meine Website und meinen Blog gesetzt habe: Weil ich nicht abhängig sein möchte. Weil ich jederzeit die Freiheit haben möchte, auch mal auszusteigen, wenn ich es brauche oder einfach will.

Vielleicht hast du auch Angst, dass sich dann deine Follower verabschieden.

Ganz ehrlich: Na und? Die waren dann eh nie Teil deiner Community.

Hier meine Zahlen, zu Beginn der Pause und heute:

  • Mein letzter Post ist vom 3. Mai, Stand Follower: 1.955
  • Stand 20. Juni: 1.972

Und wenn alle weggelaufen wären! So what?

Ich kann das so entspannt sehen, weil ich diese innere Freiheit habe. Und ich werde nicht müde, dich damit zu nerven…

Weißt du, was ich glaube? Dass es vor allem darauf ankommt, wie stark die emotionale Verbindung zwischen dir und deiner Community ist.

Und die ist bei mir sehr stark: Das kann ich dir jetzt nicht in Zahlen, Daten oder Fakten belegen. Das ist einfach mein Gefühl. Das bezeugen all die Nachrichten, die ich jede Woche ungefragt erhalte, sogar während meiner Pause und über die ich mich jedes Mal sehr freue.

Und gleichzeitig geht es auch darum Grenzen zu setzen.

Zu sagen: „Hey, ich find das hier geil mit euch, aber ich hab auch noch ein anderes Leben.“

Als ich letztes Jahr aufgehört habe am Wochenende online zu sein, hat das auch niemanden interessiert. Im Gegenteil. Ich habe Nachrichten erhalten, wie sehr man sich darauf freue, dass ich montags wieder da sei. Tatsächlich sind meine Story Views da am höchsten.

3. Und du bist auch nicht der Nabel der Welt

Und naja, ich weiß, das ist jetzt wirklich hart für dich: Aber die Welt dreht sich auch ohne dich und mich weiter. So wichtig sind wir nicht. Selbst der Papst ist austauschbar.

Und das meinte ich weiter oben mit: Sich erst kleinmachen, um sich dann aufzuplustern.

Stell dir vor, du wärest wirklich das Zentrum des Universums. Wie anstrengend das wäre!

Wenn du eine Pause machst, werden dich sicher ein paar vermissen, andere wiederum nicht. Es ist wie es ist. Darüber definiert sich doch nicht dein Wert.

Wie es bei mir mit Instagram weitergeht

Meine Instagram Pause hat mir vor allem klar gemacht: Ja, ich mag diese Plattform, aber sie wird nicht mehr denselben Stellenwert wie zuvor haben.

Die Wertschätzung für Posts, die nur eine Wertigkeitsdauer von wenigen Stunden haben, ist einfach nicht gegeben. Da möchte ich meine Ideen und Kreativität lieber in andere Bereiche stecken. Also ja: Meine Ansprüche sind hier ab sofort heruntergeschraubt.

Was mir dagegen am meisten Spaß macht und wofür mein Herz schlägt: Mein Newsletter.

Der mir allein gehört! In dem nur die Menschen sind, die sich wirklich für meine Inhalte interessieren (und ok, auch hier natürlich ein paar Stalker*innen, weil meine Inhalte so genial sind #hybristischerstolz).

Instagram mag ich vor allem wegen der Storys. Da verfolge ich auch keine Strategie oder einen Plan, den ich mir vorher mühselig ausgetüftelt habe.

Die Storys sind mein Kaffeeklatsch, wie sie Angestellte auf dem Gang, im Pausenraum oder im Büro haben. Die Storys geben mir die Möglichkeit, mich schnell und unmittelbar mit Gleichgesinnten zu verbinden. Gleichgesinnten, von denen ein paar zu meinen Kund*innen werden.

Ich meinte mal, dass ich meinen Account vielleicht irgendwann lösche. Bestimmt mache ich das auch. Aber wenn ich etwas in dieser Instagram Pause gemerkt habe: Noch ist dieser Punkt nicht erreicht. Dazu schätze ich viel zu sehr den Austausch mit meiner Community.

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11 Antworten

  1. Liebe Miriam, wieder einmal auf den Punkt. Mehr gibt es nicht zu sagen. Vielleicht noch: Der einzige Newsletter, den ich lese. Sonnige Grüße aus dem Süden! Cordu

  2. Liebe Miriam, dein Blogbeitrag ist ein Augenöffner. Schon lange hadere ich mit dem „Kleinen“ und würde gerne das „große“ Ganze sehen. Es ist wurscht, dass ich auf meinem Instagram-Account Tipps gebe, die hunderte vor mir gegeben haben, denn das ist es eigentlich nicht. Das bin nicht ich und das ist auch nicht, was ich eigentlich will. Ich will ich sein, aber irgendwie gelingt mir das nicht auf dem Account. Instapause? Mhm irgendwie auch nicht, denn für mich heißt das in meinem Fall mich abwenden/oder weiter blind sein vor dem wie ich bin und wer ich bin. es ist ein Hinausschieben. Vllt habe ich mir zu viele Businesstipps von diversen Leuten angehört und gelesen. Es ist so ein alter Lappen, und ich habe nicht das Gefühl, es wird anders. Es wird nie anders, wenn ich im Gleichschritt mit anderen laufe, denn das bin ich nicht und das war ich nie.
    Auf den Punkt kommend: Ich mag deine Posts und deine Newsletter. Ich lese sie mit viel Interesse. Sie inspirieren. Und der hier bewegt etwas in mir. Danke dir! Liebe Grüße Kristin

    1. Liebe Kristin,

      danke für deine Offenheit und so schonungslose Ehrlichkeit! In diesem Kommentar bist du es schon: Ganz du selbst.

      Als ich letztes Jahr mit Instagram begonnen habe, hatte ich keine Ahnung von der Plattform. Ich habe mir die großen Accounts angeschaut und schnell festgestellt: Das finde ich doof, das langweilt mich, das bin ich nicht.

      Und dann habe ich mich einfach an Canva gesetzt und gemacht was ich wollte, mich ausprobiert, ausgetobt, ohne darüber nachzudenken, ob das jetzt gut oder schlecht ist. Mich einfach in diesen Flow-Zustand gebracht. Und mit jedem weiteren Post mehr meine eigene Stimme gefunden.

      Dranbleiben! Bleib dran! Es wird anders, wenn du beginnst daran zu glauben, dass es anders wird.

      Was wenn du dich vom Gleichschritt der anderen abwendest? Es ist ein Prozess. In den Dialog mit dir selbst zu gehen. Nicht mit der Außenwelt. Und zwar mit all den tausend Facetten, die da in dir stecken. Dieses Universum zu entdecken und damit die Welt zu bereichern! <3

  3. Hi Miriam, ich finde auch, dass das wieder ein toller Beitrag ist.

    Mit deinen Beschreibungen kann ich mich so gut verbinden und mich in ihnen auch wiederfinden. Meine Auszeit im Spreewald hatte einen ähnlichen Hintergrund. Und das Bedürfnis danach habe ich schon wooooochenlang gehabt. Aber ich habe mir einen Urlaub nicht erlaubt: Erst noch hier xy und da noch yz, dann kann ich vielleicht Urlaub machen und einfach mal alles vergessen. Und irgendwann habe ich gemerkt, dass ich keine Lust auf garnichts mehr hatte und dann auch das Gefühl, dass ich so meine Klientinnen nicht dabei unterstützen kann, sich den Alltag zu gestalten, den sie lieben. Falsch habe ich mich gefühlt, weil ich ihn selbst nicht geliebt und mich so sehr unter Druck gesetzt habe.
    Und die Pause war super! Und gleichzeitig habe ich gemerkt, dass ich noch mehr davon gebrauchen kann. Auch zwischendurch und einfach so. Und so gehts jetzt weiter – so wie es gut tut ????

    Danke, für deine Inspirationen und Anregungen. Die so wertvoll und ehrlich sind!
    Liebe Grüße, Ronja

    1. Ronja Räubertochter!

      Also ich wär ja sehr dafür, dass ich auch mal ein Ründchen in deinem Häuschen im Spreewald abhänge… Mal im Ernst: Lustlosigkeit ist eine Qual! Alles wird schwer, anstrengend, dauert länger. Und ja, dann ist da plötzlich diese Diskrepanz, zwischen dem, was man anderen vermittelt, und dem, was man selbst lebt. Aber ich denke, das ist ganz normal.

      Sich dann aber wieder da herauszuholen und zu sortieren. Zum Beispiel in der Natur, wie du. <3

      Ich bin da ganz bei dir: Noch mehr Pausen können wir alle gebrauchen. Warum auch nicht? Im Nichtstun kommen schließlich die besten Einfälle.

      Lasst uns alle einfach mal nichts tun! Regelmäßig nichts tun!

  4. Hallo Miriam,

    endlich mal wieder ein Beitrag, den ich so richtig cool finde! Genauso sieht’s doch aus! Das mit Insta und Co. ist nett, aber das reale Leben gibt mir so viel mehr. Und ich habe so wie du gar keine Lust auf das „Ständigzeigenwiegeilichbin“.

    Super, dass du die Pause einfach gemacht hast! Und schön, dass du deinen Fokus noch mehr gefunden hast! ♥️

    1. Danke, Christin, für dein Feedback! <3

      Das reale Leben gibt auf jeden Fall sehr viel mehr. Nur gibt's da einfach nicht in sekundenschnelle dutzende Likes. Ist ein bisschen so wie emotionales Essen, mit dem manche ihre innere Leere füllen. Um sich danach nur noch elendiger zu fühlen.

      Das eigene Verhalten einfach immer wieder zu überprüfen, ist glaube ich sehr hilfreich. Zumindest ist das mein Weg. Wir alle wollen Aufmerksamkeit und Anerkennung. Nur ist die im echten Leben einfach viel schöner, echter und tiefer!

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Über mich

Hi! Ich bin Miriam und als Textcoach unterstütze ich Selbstständige dabei, einzigartige Texte zu schreiben. Das heißt Texte mit Persönlichkeit. Weil es heute nicht mehr ausreicht, nur die Sprache der Kund*innen zu sprechen.

Das kann die Konkurrenz schließlich auch.

Nur wenn du dich selbst zeigst und deinen eigenen Stil entwickelst, kannst du die richtigen Menschen anziehen und für dein Angebot gewinnen.

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