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Beispiel für eine Über-mich-Seite: So überzeugst du wirklich

21 Feb 2021 | 0 Kommentare

„Was soll ich nur über mich selbst schreiben“, fragst du dich regelmäßig.

Deswegen existiert deine Über-mich-Seite entweder nicht oder du erzählst niemandem, dass sie existiert.

Meine Kundin Jessica Roussel hatte zum Beispiel bereits eine, war aber unzufrieden.

Über diese Seite habe ich schon einen Vorher-Nachher-Beitrag verfasst.

Mein Kundin Pamela Ruhe hatte dagegen keine, obwohl auch sie schon eine eigene Website hatte.

In diesem Beitrag möchte ich dir gerne Schritt für Schritt ihre Über-mich-Seite vorstellen.

  1. Um dir zu zeigen, wie wertvoll die eigene Geschichte ist (für dich UND für andere)
  2. Um dich zu inspirieren und dir anhand von Pamelas Beispiel ein paar Impulse zu geben

Ich persönlich halte nicht viel von Vorlagen für die Über-mich-Seite. Denn wir alle haben eine einzigartige Geschichte. Und es gibt tausend Möglichkeiten diese zu präsentieren.

Wichtig ist, die für deine Geschichte bestmögliche Art und Weise herauszuarbeiten. So wie Pamela.

Wenn du jetzt wieder inneren Widerstand verspürst von wegen: Ich habe aber keine Geschichte. Oder: Meine Geschichte ist nicht besonders.

Meine Antwort: Du kannst dir dieses Märchen weiterhin erzählen. Oder du setzt dich einmal mit deiner eigenen Geschichte auseinander.

Denn darum geht’s und davor drückst du dich. Entweder aus Angst vor dem Schritt in die Sichtbarkeit oder auch aus Angst vor deiner eigenen Großartigkeit.

Mach dir klar: Du hast eine Geschichte. Und wichtiger: Sogar ganz viele Geschichten. Ja, wirklich!

Denke einmal an alle die Wendepunkte, die deinem Leben eine neue Richtung gegeben haben.

Vielleicht durch einen Schicksalsschlag, durch äußere Umstände, vielleicht auch durch eine ganz bewusste Entscheidung deinerseits.

Die Frage ist nur, welche von all den Geschichten du auf deiner Über-mich-Seite erzählen möchtest. Denn mit dieser sollte deine Zielgruppe in Resonanz gehen.

Aber lass uns Pamelas Geschichte anschauen, dann weißt du, was ich meine…

1. Pamelas Aufmacher

(Bitte schau dir unbedingt das Original auf ihrer Seite an: Das Bild hier ist so zugeschnitten, damit der Text für dich lesbar ist.)

Pamela Ruhe ist Grafikdesignerin UND Markenexpertin. Sie hilft selbstständigen Frauen dabei, einen unverwechselbaren Businessauftritt zu entwickeln.

Wie Marke geht, zeigt sie bereits im 1. Satz: „Ich bin die Ruhe in Person“.

Sie war einmal an genau demselben Punkt wie ihre Kundinnen. Dass Pamela keine Rampensau ist, wird hier schon klar. Und dass sie entsprechend ähnliche Frauen anziehen möchte, wird jetzt schon deutlich, sonst hätte sie einen anderen Einstieg gewählt.

Ganz nach dem Motto: „Ich und sichtbar werden? Hilfe!“

So geht’s auch vielen anderen Frauen.

Ein perfekter Einstieg, der neugierig macht, weiterzulesen. Und das schafft Pamela hier mit zwei Sätzen! Mehr braucht es nicht. Kein Geschwafel, kein meterlanges Intro. Einfach nur zwei Sätze, die alles auf den Punkt bringen.

(Keiner Hinweis: Achte mal auf Pamelas Pink, das sie gekonnt und dezent immer wieder einsetzt und somit für einen Wiedererkennungswert sorgt.)

2. Vorstellung

Was für eine Überschrift: „Von der stillen Perfektionistin zur Ruhe selbst“

Auch hier findet sich ihre Zielgruppe wieder: Wie viele von uns sind zu perfektionistisch und treten deswegen auf der Stelle?

Mit ihrem eigenen Beispiel deutet Pamela schon an, dass du nicht sichtbar werden kannst, wenn du auf deinem Perfektionismus-Trip bleibst.

Sie macht das aber sehr geschickt und überhaupt nicht belehrend. Einfach nur durch ihre eigene Erfahrung. Und wer könnte diese infrage stellen? Niemand.

Vielleicht fragst du dich, wo hier die Relevanz für Leser*innen liegt?

Pamelas ist Markenexpertin und zeigt hier ihren eigenen Weg zur Marke auf.

Eine Expertin zu sein, ist das eine. Aber eine Expertin zu sein, die genau dasselbe durchgemacht hat, das andere.

Wem vertrauen wir uns lieber an?

Du kannst die beste Expertise weit und breit haben, wenn du dich aber nicht in mich hineinversetzen kannst, werde ich dich trotzdem nicht buchen. Wir entscheiden uns immer für jemanden, bei dem wir uns aufgehoben FÜHLEN.

Und das heißt nicht, dass du auf Tauchfühlung gehen musst. Mache ich auch nicht. Es reicht, wenn du über deine Erfahrungen sprichst und schreibst. So wie Pamela.

An dieser Stelle geht sie weiter in die Tiefe, was ihre eigene Person betrifft: Spannend, wie ihr der eigene Name Selbstbewusstsein geschenkt hat!

(Wenn du meine Über-mich-Seite gelesen hast, weißt du, dass der Name bei mir auch eine große Rolle spielt.)

Sie trifft einen Nerv: Viele ihrer selbstständigen Frauen sind ein „eher stilles Wasser“.

Pamela zeigt 1. dass sie das auch ist und 2. dass es trotzdem einen Weg gibt, sichtbar zu werden.

Und wie großartig das ist: Sie ist zu 100 % sie selbst.

Keine Schauspielerei, einfach nur sein. Wünschen wir uns das nicht alle?

Und auch hier wieder: Pamela schreibt nur kurze Texthäppchen. Mehr braucht es nicht. Der Text ist so übersichtlich gestaltet und so einfach zu lesen, dass ich ihn automatisch lese.

3. Pamelas Weg in die Selbstständigkeit

(Auch hier nochmal der Hinweis, dass der Text nur so zugeschnitten ist, damit du ihn lesen kannst. Auf Pamelas Seite hat der Text ganz viel Platz, um seine Wirkung zu entfalten.)

Weiter geht’s: Mit wenig Text, der wieder alles auf den Punkt bringt. Wie viele von uns hat auch Pamela eine Vergangenheit als Angestellte.

Der Start in die Selbstständigkeit glückte zwar, jedoch ohne Sichtbarkeit. Langfristig ein Problem, wenn unerwartet Kund*innen abspringen.

Und sie deutet es schon an: Passende Kund*innen (= Wunschkund*innen) ohne Sichtbarkeit zu finden, ist quasi nicht möglich.

Pamela war also exakt in derselben Situation wie viele andere: Sie war unsichtbar – und das als Markenexpertin.

Und auch du kennst das bestimmt: Anderen kannst du ganz wunderbar in deinem Bereich weiterhelfen, bei dir selbst jedoch fällt es dir vielleicht schwer.

Stichwort: Blinde Flecken. Wir alle haben sie.

4. Inszenierung von Text und Bild

Als Grafikdesignerin dürfen bei Pamela natürlich nicht die Bilder fehlen.

Bilder sind dann sinnvoll, wenn sie mit dem Text in eine Verbindung treten. So wie hier. Was es mit diesem Bild auf sich hat, darüber klärt Pamela noch auf.

Meine Aufmerksamkeit hat es auf jeden Fall.

Und wir sehen wieder Pamelas markantes Pink.

5. Höhepunkt von Pamelas Geschichte

Nach der gekonnten Auflockerung durch das Bild, erreicht Pamelas Geschichte jetzt ihren Höhepunkt.

Und auch dieser grandios in kurze Texthäppchen verpackt:

„Aus dem Inkognito-Modus in die Sichtbarkeit“

Diese Überschriften sind ein heimlicher Favorit von mir: Weg von etwas hin zu etwas.

(Beispiel auf meiner Website: „Von der Texterin zum Textgenie“ auf der Startseite oder „Von der Website-Qual zum Website-Wow“ auf der Angebotsseite)

Solche Überschriften machen neugierig: Entweder weil eine Entwicklung stattgefunden hat, die wir bestaunen, oder weil uns als potenzielle Kund*innen diese Entwicklung in der Zusammenarbeit erwartet.

Sinnbild für Beispiel einer Über-mich-Seite

Was ist dein Vorher und dein Nachher?

Geh einmal rein in deine Geschichte: Wo gab es Wendepunkte? Was war die Initialzündung für deine Selbstständigkeit?

Damit stiftest du Identität. Es spielt hier keine Rolle, dass Pamelas Zielgruppe nicht selbst Grafikdesignerinnen sind. Es geht um den Zustand jetzt gerade unsichtbar zu sein, aus dem sie herausfinden wollen.

Und Pamela räumt hier auf, zeigt sich verletzlich: Nein, auch für mich als Profi war das alles andere als einfach!

Solche Geschichten lieben wir.

Mal ganz plakativ formuliert: Vom Tellerwäscher zum Millionär.

Niemand würde Pamelas Geschichte lesen, wenn sie geschrieben hätte, dass das alles total einfach für sie gewesen sei.

Sie spricht ihre Leserinnen direkt an: „Ich war genauso vorsichtig unterwegs wie du, und das ist ja auch völlig menschlich und normal.“

Pamela macht hier Mut!

Und sie schreibt auch: Du, es bringt dir nix, wenn ich dir das schönste Design mit der weltbesten Strategie kreiere, wenn du dich nicht traust, dich zu zeigen.

(Natürlich ist dieser wichtige Satz in ihrem Pink geschrieben. Denn sie erzählt ihre eigene Geschichte aus einem ganz bestimmten Grund: Weil diese Geschichte einen Mehrwert für ihre Leserinnen hat.)

Wow! Statement!

Und das Happy End fett markiert: „Ich zeige der Welt, was in mir steckt.“

Ein Satz, den wahrscheinlich auch viele von uns kennen. Die Frage ist: Noch als Gedanke oder schon als wahr gewordener Fakt?

Pamela hat sich selbst empowert: Mit ihrem Leoparden-Hund-Bild. Den zeigt sie uns auch direkt mit Zitaten, die natürlich wieder perfekt ihre Haltung widerspiegeln:

6. Pamelas Werte

Wir erinnern uns an den Anfang von Pamelas Geschichte: Die stille Perfektionistin.

Hier sehen wir die Transformation: Sie weiß genau, dass ihre Marke niemals perfekt sein wird. Muss sie auch gar nicht. Glaubwürdig muss sie sein. Darauf kommt es an.

Und genau deswegen zieht sie die Richtigen an: Gleichgesinnte. Das war damals im Inkognito-Modus nicht möglich.

Pamela will hier niemanden überreden, sondern von innen heraus überzeugen. Deswegen folgt zum Abschluss ein Slider.

Wichtig: Lass so einen Slider niemals automatisch durchlaufen. Wir alle haben ein eigenes Lesetempo und wir möchten auch selbst entscheiden, wann und wie schnell wir etwas lesen. Achte immer darauf, dass du deine Texte und auch deine Bilder wirklich nutzerfreundlich gestaltest.

7. Ihre Werte als kreativer Slider

In diesem Slider wird Pamela persönlich. Von der Kindheit geht es in die Gegenwart: Jeder Wert wird kreativ mit einem Bild und einem Zitat eingeleitet.

Wieder wenig Text, der genau deswegen gerne gelesen wird.

Ich bin berührt. Schau dir auch gerne ihre anderen Werte an.

Authentizität, Kreativität, Empathie, Humor.

Ein wunderbarer Abschluss ihrer zwar kurzen, aber ungemein auf den Punkt gebrachten Geschichte. Chapeau!

Mit wenigen Worten hat sie mich für sich gewonnen: Weil sie sich menschlich und nahbar gezeigt hat.

8. Finale: Der Call-to-Action

(Auf ihrer Website ist links noch ein Bild von ihr zu sehen.)

Ihre Über-mich-Seite endet mit ihrem Slogan: „Starte als Marke.“

Und als Ergänzung: Trau dich – ich helfe dir.

Das unterstreicht ihren Aufmacher auf der Startseite. Schon da hat sie geschrieben, dass sie ihre Kundinnen Schritt für Schritt begleitet.

Pamela ist nicht nur Expertin in ihrem Bereich, sondern auch Mutmacherin. Eben eine echte BEGLEITERIN.

Das hat sie mir mit ihrer Über-mich-Seite gezeigt: Ich weiß (und fühle) jetzt ganz genau, dass sie mich versteht. Und sie schreibt hier auch: Hey, wenn du ein gutes Gefühl hast… Hier wird kein Versuch genommen, ihre Leserinnen zu etwas zu überreden.

Denn seien wir mal ehrlich: Überreden muss nur, wer nichts zu sagen hat. Wer sich versteckt. Hinter aufgeblasenen Worten, die nichts bedeuten.

Pamela überzeugt mit ihrer Geschichte von innen heraus. Das ist der Unterschied.

Sie hätte hier auch ihren Lebenslauf hinknallen können. Immerhin war sie Art Direktorin. Hat sie aber nicht! Weil sie genau weiß, wie ihre Zielgruppe tickt. Weil sie genau weiß, mit welchem Typ von Frau sie zusammenarbeiten möchte.

Die interessieren sich nicht für Doktortitel, überspitzt formuliert. Die suchen eine Person, der sie sich wirklich anvertrauen können.

Die haben Angst sich zu zeigen. Und das weiß Pamela, das kennt sie selbst allzu gut.

Fazit: Was ist dein gemeinsamer Nenner?

Pamela hat eine Über-mich-Seite geschrieben, die Identität stiftet und gleichzeitig inspiriert. Die eine Verbindung kreiert zu ihren Leserinnen, die genauso sind wie sie.

Ganz oft ist unsere Zielgruppe eine frühere Version unserer selbst.

Und jetzt überleg einmal: Was hat dir in der Vergangenheit Angst gemacht? Sorgen bereitet? Was hast du überwunden? Gibt es da gemeinsame Nenner mit deiner Zielgruppe? Was ist der gemeinsame Nenner?

Mein Ansatz auf meiner Über-mich-Seite ist zum Beispiel ein anderer: Ich konzentriere mich auf die Zukunft. Lasst uns alle unsere Persönlichkeit entfalten und deswegen einen Unterschied in dieser Welt machen. Zum Besseren. Trotzdem erzähle ich dazu meine Geschichte.

Vielleicht es bei dir auch ein Traum von einer anderen Welt, der dich und deine Zielgruppe verbindet? Was ist dein emotional verbindendes Element?

Du darfst hier in einem größeren Kontext denken. Musst du aber natürlich nicht.

Lass dich auch gerne von meinen 10 Tipps für mehr Persönlichkeit auf deiner Über-mich-Seite inspirieren.

Ganz viele Freude bei deinem Selbstfindungstrip, denn das ist eine gute Über-mich-Seite immer! 😛

Über mich

Hi! Ich bin Miriam und als Textcoach unterstütze ich Selbstständige dabei, einzigartige Texte zu schreiben. Das heißt Texte mit Persönlichkeit. Weil es heute nicht mehr ausreicht, nur die Sprache der Kund*innen zu sprechen.

Das kann die Konkurrenz schließlich auch.

Nur wenn du dich selbst zeigst und deinen eigenen Stil entwickelst, kannst du die richtigen Menschen anziehen und für dein Angebot gewinnen.

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